Review Eotech 552 Klon

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keks
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Review Eotech 552 Klon

Beitrag von keks » Sa 27. Dez 2014, 01:13

So, dann will ich mal wieder. Vorerst nur hier direkt, ohne PDF. Ich hoffe es passt trotzdem mit der Schriftform. Die Bilder habe ich erstmal passend verkleinert.


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Review zum DB Power 552 Holographic Sight
Ich war in letzter Zeit wieder am Suchen, nach einem Eo Klon, welcher dann in Zukunft auf der neuen ICS zusammen mit dem Magnifier sitzen soll. Da mir die, in den deutschen Shops verfügbaren, Modelle eigentlich allesamt zu teuer sind/waren, und ich keine Lust auf einen Eigenimport aus China hatte, stöberte ich vermehrt in den bekannten Marktplätzen, sowie auf Ebay und Amazon.
Fündig wurde ich dann letztendlich beim Amazon. Die Kundenrezessionen liessen zumindest nicht auf den billigsten Chinamüll deuten und auch die Lieferzeit sprach für sich. Finden kann man das 552 übrigens hier: Link
Nun denn, meine bessere Hälfte war so nett die Bestellung zu tätigen, also nur noch Überwiesen - und gewartet. An welcher Stelle es gehappert hat, dass die Sendungsnummer erst am Donnerstag in der Nacht an kam, weis ich nicht, interessiert mich aber auch nicht wirklich. Fakt ist: Sonntag Abend bestellt und überwiesen - Donnerstag morgen war dann der Postbote da. Mit Standartversand. Dummerweise von uns keiner, aber dafür konnte ich es dann Freitag von der Post abholen. Also hier ein klarer Pluspunkt, im Vergleich zur Lieferzeit aus China.
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Sicher und sauber verpackt - mit Amazonreklame.
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Die eigentliche Verpackung war dann nochmal komplett separat eingeschweisst. (Die Folie war intakt, ich hatte es nur schon vor den Fotos ausgepackt.)
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Und die eigentliche Verpackung, identisch mit x-beliebigen anderen Chinaklonen.

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Der Lieferumfang: Das 552, ein Paar Batterien, eine Anleitung, sowie ein Reinigungstuch.

Die Anleitung ist sicherlich nicht die Schlechteste, allerdings muss man hier klar sagen: Ein Eo erklärt sich an und für sich von selbst. Soviele Knöpfe und Verstellmöglichkeiten gibt es am 552 (auch am Original) nicht. So dass ich hier mal auf eine weitere Erläuterung verzichte.
Das Reinigungstuch ist brauchbar, sollte mal ein wenig Wasser oder Dreck auf dem Gehäuse sein. Auf den Scheiben hingegen möchte ich es lieber nicht zum Einsatz bringen, da es dann doch zu Fusseln neigt. Es wird also bis auf weiteres vorerst sein Dasein im Karton fristen müssen.
Die Batterien... naja... es scheinen halt welche zu sein. Ich habe sie gleich entsorgt (gehören aber nicht in den Hausmüll!). Vielleicht zur Erklärung: Ich hatte in der Vergangenheit ab und an mal Chinabatterien, die zum Teil extrem von der eigentlichen Spannung abwichen. Hat man nun vielleicht nicht die besten oder aber empfindliche Bauteile, so könnte es passieren, dass diese das nicht vertragen. Und bevor ich nun anfange, jede Batterie durchzumessen, nehme ich lieber gleich eine hier gekaufte.
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Die wunderschönen Batterien.
Womit wir gleich eine Brücke schlagen können: Warum kaufe ich mir heute noch ein 552, wo es doch mittlerweile bedeutend handlichere, kleinere Modelle gibt, wie z.b. das T1 oder auch das 551, um bei Eotech zu bleiben?
Ganz einfach: die Batterie.
Ich besaß schon mehrere Aimpointklone, auch ein 551 war mal in meinem Besitz - und bei allen war das gleiche Problem: Knopfzellen oder irgendwelche speziellen Batterien, die allesamt nicht lange hielten oder aber schwer zu beschaffen und dann auch recht teuer waren.
Das 552, auch das Original, begnügt sich hier mit zwei handelsüblichen AA Batterien, den bekannten Mignonzellen.
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Der Batteriewechsel geht recht einfach von der Hand: den grossen Hebel hochklappen, Batteriefach nach vorn rausziehen, zwei Batterien rein, Fach wieder einsetzen und Hebel runterklappen. Das war es.
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Auf der Unterseite des Batteriefachs ist auch die Markierung angebracht, wie rum die Batterien hinein gehören, damit es keine Verpolung gibt. (Bei meinem passiert anderst herum aber auch nichts, nur die LED leuchtet halt nicht. Dies liegt aber an der Bauart der LED.)

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Die linke Seite des 552. Hier findet sich kaum spektakuläres. Einzig ein Paar Markings/Aufkleber, welche die Optik verbessern sollen, befinden sich hier. Wobei bei meinem der Aufkleber nach dem ersten Regen nicht stand gehalten hat. Und nicht zu vergessen: Die Befestigungsschraube.


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Die Schraube besitzt einen recht großen Schlitz, um das Sight ggf. richtig fest zu ziehen. Dies sollte aber kaum erforderlich sein. So bekomme ich das Sight auf meinen 22mm Schienen auch so schön fest, so dass es nicht wackelt.


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Die Unterseite. Hier sieht man auch nochmal das Befestigungssystem. Der breite "Schieber" klemmt mittels des Gewinde der Schraube das 552 auf der Schiene fest. Dank diesem System müsste es auch auf 21mm Schienen noch gut sitzen, jedoch fehlt mir die Möglichkeit, das zu testen.
Anbei noch der "moderne" Punkt: Warum die Schraube und kein QD? Einfache Antwort: Wozu am Sight ein QD? Das Sight ist eigentlich kein Teil, was ich am Tag 20 mal abbaue und wieder montiere, es soll, auch da eingestellt, auf der entsprechenden Waffe sitzen und mir das zielen erleichtern. Und das tut es in meinen Augen, auch ohne QD, sehr gut.

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Sie darf natürlich nicht fehlen: die rechte Seite. Hier finden sich die beiden Einstellschrauben für das waagerechte und senkrechte Einstellen des Absehens. Die Schrauben verfügen zwar nicht über die akutischen Klicks, wie man es von manchem ZF kennt, doch ist eine Skala mit eingedruckt.
Aus dem Praxistest kann ich sagen, dass es sich sehr gut einstellen läßt. Sowohl die X- als auch die Y-Achse lassen sich auch sehr präzise einstellen.
Die Verarbeitung des kompletten Klons, kann man durchaus als gut bezeichnen.

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Das "Bedienfeld" des 552. Ich habe es mit meiner Kamera leider nicht besser draufbekommen, aber man kann es erahnen: Hier befinden sich die Knöpfe. Wie oben erwähnt sind es nicht allzu viele. Es gibt oben in der Mitte den NV-Knopf. Dieser schaltet das Absehen von Rot auf Grün um. Als nächstes gibt es den eckigen links. Dieser stellt die Helligkeit des Absehens herunter. Und zu guter letzt, der Eckige rechts. Dieser schaltet zum einen das 552 ein und ist danach dafür zuständig, die Helligkeit des Absehens hoch zu stellen. Wo ist der Aus-Knopf? Ganz einfach: Drückt man zeitgleich beide eckigen Knöpfe, schaltet sich das 552 aus.
Nebenbei verfügt dieses 552 über eine automatische Abschaltung, zwei Stunden nach dem letzten Knopfdruck. So werden auch die Batterien geschont, wenn man mal vergessen sollte, es aus zu schalten.

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Das grüne (Nightvision-)Absehen. Wie man erkennen kann, ist das Absehen für diese Preisklasse recht scharf. Selbst mancher doppelt so teure Klon schneidet hier schlechter ab. Auf den Punkt gesagt: Für unsere Zwecke ist es vollkommen zufriedenstellend.
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Und nochmal das Absehen in normal rot. Hier gilt eigentlich das selbe, wie für s Grüne.

Beide lassen sich in der Helligkeit vielfach verstellen.

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Grosser negativ Punkt: Die vordere Scheibe ist leider nicht vernünftig verspiegelt, so dass sowohl das rote Absehen...
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... als auch das Grüne, auf die vordere Scheibe reflektiert. Beide Farben sind bei direkter Draufsicht gut zu erkennen. Ob dieses Leuchten nun beim Airsoft stören/behindernd ist oder nicht, darüber lässt sich streiten. Immerhin dürfen wir nicht vergessen, dass es sich hierbei um ein in Deutschland recht schnell verfügbares Holosight handelt, welches die Klonbrüder der deutschen Shops im Preis einfach nur stehen läßt.
Mein persönliches Vorgehen wird hierbei auf jeden Fall der Gang zu Carglass sein. Zum einen wird eine Folie für die vordere Scheibe dort sicher kein Vermögen kosten, zum anderen macht es die Scheibe sicher noch gleich beschussfester und zu guter letzt, möchte ich dann auch durch die vierfach Vergößerung des Magnifiers eine klare Sicht haben.


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Anwendungsbeispiel des 552 Klons auf einem Roni Glock Carbine Kit.
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Anwendungsbeispiel des 552 mittels Carryhandle Schiene auf einem M733.



Persönliches Fazit


Ein Klon der das Original übertrifft? Nein. Ein Klon, der meinen Anforderungen im Airsoft gerecht wird? Ja.

Der Klon von DB Power/Amazon erfüllt für mich alle in ihn gesetzen Erwartungen. Er lässt sich gut einstellen und hat ein scharfes Absehen. Das allein wäre für einen Holo Klon schon genug.
Dazu kommt dann in meinen Augen aber noch der unschlagbare (China-)Preis. Gucke ich mich in heimischen Shops um, finde ich z.b. Red Dragon ab 80 Euro aufwärts oder auch HurricanE für 190 Euro. Da sehe ich dann bei den 35 Euro gern über die fehlenden Originalmarkings hinweg - und was mir wichtiger ist: Sollte es mal kaputt gehen - ist es halt so und es kommt ein neues und ich muss keinem dahin gegangen Hunderter hinterher weinen. Und das zu Lieferzeiten, die man hier auch von anderen Shops vorgesetzt bekommt.
Sollte ich es also kurz fassen: Klare Kaufempfehlung - gern wieder.





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Re: Review Eotech 552 Klon

Beitrag von Berto » Sa 3. Jan 2015, 12:37

Danke Keks, das erleichtert mir die Kaufentscheidung, ich suche so was nämlich auch noch!
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keks
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Re: Review Eotech 552 Klon

Beitrag von keks » Sa 3. Jan 2015, 19:06

bitte. ;)
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